Yoga in historischen Gemäuern

Ein Bericht von Nicole Carina Fritz
27.04.2020

Yoga stärkt Körper, Geist und Seele und führt in ein gesünderes, nachhaltigeres Leben – davon sind Sonja Fritz (40), Irena Leonetti (36), Alexandra Seiter (41) und Anant Wagner (46) überzeugt! Ob Verspannung, Bluthochdruck, Verdauungsprobleme, innerliche Unruhe, Sorgen
oder Ängste: die vier Yoga-Lehrerinnen haben mit Kundalini-Yoga gute Erfahrungen gemacht und öffnen ihre Yoga-Scheune für Yoga-Fans und alle, die es werden wollen.

Ein Zentrum für Körper, Seele und Geist

„Wir wollen nicht nur Yoga geben, sondern mit der Yoga-Scheune einen Ort schaffen, an dem unsere Teilnehmer Kraft und Energie schöpfen können, wo sie sich wohl fühlen und sich auch gerne nach der Stunde noch bei einem Tee zusammen unterhalten“, erklärt Sonja Fritz aus Bietigheim das Konzept der Yoga-Scheune. „ Wir sehen Yoga nicht als Sport, sondern als
Möglichkeit, sich selbst weiter zu entwickeln, sich in diesen unruhigen Zeiten wieder zu zentrieren und den Blick für das wesentliche zu entwickeln.“ Momentan sollen in der Yoga-Scheune Online-Yoga-Kurse stattfinden – Kundalini-Yoga genauer gesagt. „Das Gute an Kundalini-Yoga ist, dass wirklich alle mitmachen können, auch Menschen mit körperlichen
Einschränkungen, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen oder im Bett liegen müssen“, erklärt Sonja Fritz das Kursangebot. „Und im Vergleich zu Hatha-Yoga, wo es vor allem auf Körperhaltungen ankommt, wird beim Kundalini verstärkt mit Meditation und Atemübungen gearbeitet. Mir selbst gibt Kundalini-Yoga die nötige Energie, meinen Alltag zu bewältigen. Wenn ich zum Beispiel nach Feierabend nicht abschalten kann, mache ich eine spezielle 3-Minuten-Meditation, die meine Gedanken schnell zur Ruhe kommen lässt.“

Das urige Gebäude auf dem Husarenhof in Besigheim ist seit dritter Generation in Familienbesitz und wurde von Alexandra Seiter und ihrem Mann zu einem echten Schmuckstück renoviert. „Bereits zu Beginn meiner Yogalehrer-Ausbildung habe ich in Gesprächen mitbekommen, dass Yoga-Räume schwer zu finden sind – einige Tage später hatte ich ein genaues Bild der Scheune vor mir“, erzählt Alexandra Seiter, die ihre drei „Kolleginnen“ gleich von der Idee begeistern konnte. „Wir haben alles in Eigenleistung
gemacht. Wände und Möbel eigenhändig angepinselt, mein Mann Uli hat sich um Elektrik, Fußboden und Heizung gekümmert.“ Im großen Scheunenraum befindet sich der Umkleidebereich, der 70 Quadratmeter große Kursraum erhielt einen stilvollen Holzparkett-Boden. Die Tee-Ecke, ein Relax- und Plausch-Bereich und eine Galerie runden das neu
gestaltete Raumangebot ab.

Die Kurse wie „Guter Morgen“, „Yoga am Abend“ oder auch „Meditativ ins Wochenende“ sind individuell buchbar. „Aufgrund der Kontaktbeschränkungen starten wir virtuell. Die Kurse im Mai finden auf Spendenbasis statt, dann schauen wir, ob ein Vor-Ort-Betrieb möglich ist. Die Online-Kurse behalten wir auf jeden Fall bei“, sagt Sonja Fritz. Auch Workshops, Meditations-Retreats und ein nicht-virtueller Tag der offenen Tür sind geplant. Wann das sein wird, ist zeitnah auf der Webseite und dem Instagram-Kanal der Yoga-Scheune abrufbar.

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